Wir renovieren in Tunesien zusammen mit dem obersten spanischen wissenschaftlichen Forschungsrat (Consejo Superior de Investigaciones Científicas, CSIC) unsere Verpflichtung gegenüber dem Wiedereinbürgerungs-Projekt der Cuvier-Gazelle

Dienstag, 7 November, 2017

Oasis Park Fuerteventura und der oberste spanische wissenschaftliche Forschungsrat  (Consejo Superior de Investigaciones Científicas, CSIC) haben in Tunesien ihre Verpflichtung mit dem Wiedereinbürgerungsprojekt der Cuvier-Gazelle im Nationalpark Sebel Serj bestätigt und verstärkt.

Ein Jahr, nachdem diese öffentlich-private Initiative zwischen spanischen Organisationen und der tunesischen Regierung gestartet wurde, haben wir im Cervantes-Institut der tunesischen Hauptstadt den Dokumentarfilm “Vuelta a casa” (“Zuhause zurück”) präsentiert. Der Film gibt einen Überblick über das Projekt, das es im Oktober 2015 erlaubte, in diesem Nationalpark 43 Exemplare dieser Art in ihren natürlichen Lebensraum auszusetzen, und wurde von dem Natur-Dokumentarfilm-Spezialisten Alberto Redondo dirigiert.

Anwesend bei dem Akt waren Lázaro Cabrera, Geschäftsführer von Oasis Park Fuerteventura, sowie Guacimara Cabrera, Kommunikations-Direktorin. Am Event nahmen auch Boubaker Karai, Stabschef des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei von Tunesien, Salem Triki, Generaldirektor für Wälder, Alberto Ucelay Urech, Vice-Botschafter von Spanien in jenem Land, hohe Beamte des Verteidigungsministeriums und Vertreter des Instituto Cervantes sowie mehrere lokale Persönlichkeiten teil. Alle waren sich einig, die grosse Bedeutung des Wiederkehrs der Cuvier-Gazelle nach Tunesien herauszustellen. Sie ist eines der Symbole des Landes und ihre jetztige Präsenz nach vielen Jahren der Abwesenheit bestätigt und verstärkt  den Wert dieser Initiative.

Die Cuvier-Gazelle ist eine stark vom Aussterben bedrohte Art, von der nur ca. 800 Exemplare auf der Welt leben. Deshalb ergab sich die Notwendigkeit, ein Projekt dieser Art zu starten. Der Erfolg der Wissenschaftler des CSIC, geleitet von Eulalia Moreno, ist deutlich: vom Mai dieses Jahres, als von den wiedereingeführten Gazellen das erste Junge geboren wurde, bis jetzt wurden 27 Jungtiere dieser hochgefährdeten Art geboren; 50% davon waren Zwillinge. 23 dieser Jungen überlebten, was als sehr hoch einzuschätzen ist und beweist, dass die Blutsverwandtschaft innerhalb dieser Art kein Handikap für die Vermehrung und gesunde Entwicklung der Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum ist.

Unsere Konservierungs-Direktorin Soraya Cabrera meinte “dass die Geburt und das Aufwachsen von 23 Cuvier-Gazellen in kompletter Freiheit einen tollen Erfolg und einen riesigen Schritt darstellt im Hinblick auf das Ziel des Projektes, nämlich lebensfähige neue Populationen dieser drastisch gefährdeten Art aufzubauen”.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Consejo Superior de Investigaciones Científicas (CSIC) und der Fundación General CSIC in dem Wiederansiedlungsprojekt der Cuvier-Gazelle findet im Rahmen des Abkommens über wissenschaftliche und technische Kooperation statt, das 2015 mit der Generaldirektion für Forsten, Wasserressourcen und Fischerei von Tunesien abgeschlossen wurde.  Mitfinanzierer des Projektes sind die Tunisia Wildlife Conservation Society, Ralf Nature, Fundación Parques Reunidos la Reserva El Castillo de las Guardias Sevilla sowie Marcelle Natureza-.

Dieses Beispiel für internationale Zusammenarbeit in Sachen Biodiversität erlaubte es den jungen Cuvier-Gazellen, in ihre alte Heimat zurückzukehren und heute wieder durch die Berglandschaft des Sebel Serj zu streifen.

Momentan befinden wir uns bei der Aufzucht in Gefangenschaft von weiteren Exemplaren der Art, als Teil einer zukünftigen zweiten Ausbürgerungsaktion. Durch das Projekt hoffen wir, den Bestand an Cuvier-Gazellen in dem Gebiet bis 2019 um 30% erhöhen zu können und die Art auch in anderen Gegenden Tunesiens wiedereinzuführen.